Weihnachtlicher Schokoladenkuchen mit Umdrehungen

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Schokoladenkuchen gibt es ja wie Sand am Meer oder wie Kakaobohnen in Südamerika. Küchlein mit flüssigem Kern (muss ich mal machen), den amerikanischen Brownie (steht auch auf der Liste), eine Schokoladen-Bisquit-Torte oder der klassische Mamorkuchen. Alle sind auf ihre Art lecker und unwiderstehlich. Nur, wie macht man etwas Gutes noch besser? Mit Alkohol!

Damit man mich nicht falsch versteht, ich bin kein großer Trinker von Bier, Wein und Schnaps. Ein Glas Wein zu einem guten Essen vom Prinzen, mal ein Radler/Alster im Sommer, das reicht mir. Schnaps rieche ich lieber als das ich ihn trinke und bei einem Whiskey Tasting reicht mir „nur ein wünziger Schlock“, um mich mit der Aromenfülle auseinanderzusetzen. Aber dieses Stöffchen, von dem ich euch gleich berichten werde, da werde auch ich mal schwach.

Die Rede ist von Elisir di San Marzano, einem italienischen Kräuterlikör, der mir vor ca. zwei Monaten bei unserem italienischen Supermarkt Andronaco empfohlen wurde. Holla, die Kräuterfee, das Stöffchen kann was. Erst sehr süß und dann hast du, man verzeihe mir den Ausdruck, ein Maul voll Geschmack. Vanille und Kräuteraromen und Gewürze… Selbst nach 10 Minuten ist immer noch was los auf dem Gaumen. Der nette Verkäufer riet uns, diesen Likör für Schokoladenkuchen zu verwenden, seine Oma würde das schon immer so machen und deren Kuchen wären bekanntermaßen die besten… Es gab an diesem Wochenende Schokoladenkuchen… und er war wahnsinnig lecker, intensiv, geschmacksvielfältig, ein Feuerwerk der Aromen…

Dieses Rezept möchte ich euch nicht vorenthalten. Das Grundrezept ist inspiriert von einem Rezept aus der „Lecker“ (12/2014) und von mir mit dem Likörchen, extra Schokolade und weihnachtlichen Gewürzen verfeinert worden. Passt die Gewürze eurem persönlichen Geschmack an, der eine mag mehr Zimt, der andere mehr Nelken, der dritte findet das alles scheußlich. Nur das Likörchen, das muss sein und ein extra Gläschen für euch beim Backen. Prösterchen!

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Zutaten:

200 g weiche Butter
200g Mehl
150g Zucker (mit Rohrzucker wird’s noch aromatischer)
2 TL Backpulver
3 EL Kakao
eine Prise Vanille-Salz
4 Eier
125 g Pflaumenmus
4 cl Elisir di San Marzano
100 g Schokolade (70 % Kakaoanteil)
Puderzucker zum Bestäuben/ weiße Couvertüre

Den Ofen auf 175° C (Umluft) vorheizen.

Weiche Butter, Zucker und die Prise Salz schaumig schlagen. Die vier Eier nacheinander unterrühren, bis der Zucker sich aufgelöst hat (das dauert bei Rohrzucker etwas länger- also Geduld haben und Likörchen trinken). Das Pflaumenmus und den Likör unterrühren. Backpulver, Kakao und Mehl in die Masse sieben und kurz verrühren.

Den Teig in eine Form füllen und glatt streichen. Ich habe zwei kleine Gugelhupf-formen und ca. 6 Muffins mit dem Teig gefüllt. Er passt auch in eine lange Kastenform. Im Ofen ca. 30 bis 50 Minuten backen, je nach Größe der Form. Die Stäbchenprobe verrät, ob die Teigmasse noch roh ist.

Nach der Backzeit herausnehmen, auf einem Kuchengitter in der Form ungefähr eine viertel Stunde auskühlen lassen. Dann aus der Form stürzen und auskühlen lassen.

Könner überziehen den Kuchen nach dem Abkühlen mit weißer Kuvertüre. Ich habe beim Verzieren für die Fotoschönheit so meine Tänzchen mit dem Schokolädchen gehabt und nach und nach alle Muffins und einen Mini-Gugel versaut…verschönert. Deswegen die Haube aus Puderzucker. (Notiz an mich: Kampfansage an die Kuvertüre!)

♥ liche vorweihnachtliche Grüße

Euer Pfeifhäschen Barbara

P.S. Da hat sich doch jemand auf das Foto geschlichen? Wer entdeckt den weihnachtlichen Eindringling?

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