Krusenhof Etteln – ein biozertifizierter Hof mit Schafs-, Hähnchen- und Gänse-Zucht sowie Wurst- und Marmeladen-Spezialitäten

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Heute möchten wir Euch einen biozertifizierten Hof in der Nähe von Paderborn, den Krusenhof Etteln vorstellen. Etteln liegt ca. 15 km entfernt von Paderborn. Der Krusenhof, der über eine Nutzfläche von 9 Hektar verfügt, ist Naturland-Zertifiziert. Wir wurden von Johannes Lohmann und seiner Freundin Sybille freundlich empfangen. Die Kontaktdaten findet Ihr am Ende des Beitrages.

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Johannes betreibt seinen Bio-Hof im Nebenerwerb und umsorgt seine Tiere auf dem Hof mit viel Leidenschaft und Herzblut. Aber er umsorgt nicht nur seine Tiere sondern, sprüht auch kulinarisch vor Ideen, die er in seiner Produktions-Küche und in Kooperation mit einem Metzger umsetzt und auf lokalen Märkten und Veranstaltungen verkauft.

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Wir durften einen Lammschinken genauso verkosten wie einen Eierlikör, den Johannes aus Gänseeiern hergestellt hat – wenn das nicht mal etwas Besonderes ist! Wir haben erfahren, dass Gänse eigentlich erst im Frühjahr Eier legen. Aber die Gänse scheinen sich auf dem Krusenhof so wohl zu fühlen, dass sie schon jetzt Eier legen.

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An dem Gras- und Erdresten könnt Ihr sehen, dass die Gänse ihre Nester aus natürlichen Materialien bauen und die Eier genau wie in der Natur legen.

Aber nicht nur die Gänse fühlen sich auf dem Krusenhof wohl, sondern auch das Perlhuhn-Pärchen, das den Hof ebenfalls bevölkert, hat für Nachwuchs gesorgt. Die aus den Eiern gezogenen Perlhuhn-Küken werden im Haus unter einer Wärmelampe aufgezogen.

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Johannes hat die Perlhuhn-Henne schon ein paar Tage nicht gesehen und vermutet, das sie noch irgendwo ein Nest gebaut, weitere Eier gelegt hat und diese zur Zeit bebrütet. Zwei Perlhuhn-Küken zieht Johannes im Haus auf, die als Fotomodels noch ein wenig schüchtern sind.

Bevor wir zu den kulinarischen Spezialitäten, die Ihr auf dem Krusenhof bekommen könnt, kommen, nehmen wir Euch auf die Hofbesichtigung mit. Nachdem wir die Produktions-Küche besichtigt und den gerade frisch abgefüllten Gänse-Eierlikör verkosten durften, wurden wir zum Hühner-Stall geführt, in dem die Hühner gemeinsam mit Schafen und Zigen leben. Eine Pute komplettierte noch die bunte Gesellschaft.

An den vollkommen entspannten Hühnern, der Rasse „Isa 474“ –für kräftige Hühner, die gesund und robust auf uns wirkten, ein wahrlich nicht besonders wohlklingender Name – könnt Ihr sehen, dass dieses Zusammenleben für sie Normalität ist. Johannes zieht 200 Hühner auf, von denen sich wohl Fuchs und Marder schon ihren Anteil geholt haben.

Die Hühner blieben bei unserer Anwesenheit vollkommen entspannt. Das kenne ich aus konventioneller Mast anders. Dort flüchten die angespannt und gestresst wirkenden Tiere aufgeregt.

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Hier im Stall seht Ihr nur einen kleinen Teil der Hühner. Der Großteil war auf der großzügig bemessenen Außenfläche unterwegs, auf der sie Gras picken und Insekten und Würmer suchen können. Zur Zeit lassen sich die Hühner allerdings die Pflaumen, die von den alten Pflaumenbäumen als Fallobst fallen, schmecken.

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Während in der konventionellen Mast die Hühner ca. 6 bis 8 Wochen alt werden, leben sie auf dem Krusenhof mit 4 Monaten mindestens doppelt so lange. Jede Woche, die ein Hähnchen älter wird, bringt mehr Geschmack mit sich. Dass das naturnahe Futter, das tagtägliche Picken von Gras und Kräutern für einen ausgezeichneten Geschmack sorgt, könnt Ihr Euch sicher denken. Wir freuen uns schon sehr auf unser erstes Hähnchen vom Krusenhof! Um die Wartezeit zu verkürzen, haben wir Hähnchenkeulen mitgenommen:

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Weiter ging es zu der Gänseweide. Auf einem wahrlich riesigem Areal wachsen hier 70 Gänse gemeinsam mit einigen Altgänsen auf. Ein Teil der Gänseweide ist mit einem alten Bestand an Pflaumen- und Apfelbäumen bewachsen. Auch die Gänse haben sich, wie die Hühner, an den heruntergefallenen Pflaumen gütlich getan. Im mehr oder minder geordneten Gänsemarsch ging es dann in Richtung der „Gänse-Badewanne“, die gesteuert über eine Zeitschaltuhr regelmäßig mit Wasser gefüllt wird und den Gänsen mehrmals täglich ein Badevergnügen bereitet.

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Die Schafe, die eine Marino-Texel-Mischung sind und auf dem Krusenhof gehalten werden, neigen kaum dazu „hammelig“ zu schmecken. Zudem werden die Lämmer geschlachtet, bevor sie zu viel Fett ansetzen. Gerade das Lammfett ist, im positiven Sinne Träger des Aromas, aber auch im negativen Sinne der Bestandteil, der den „hammeligen“ Geschmack mit sich bringen kann. Wenn Lammfett nicht mehr weiß, sondern gelblich ist, dann ist Vorsicht geboten!

Die Herde mit den Mutterschafen war sehr weit entfernt und die Schafe, die uns eigentlich Model stehen sollten, waren wohl von dem Fototermin nicht sonderlich begeistert und wandten sich von uns ab – naja, manchmal haben die Models eben schlechte Laune – da kann man wohl nichts machen.

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Lammfleisch könnt Ihr auf dem Krusenhof auf Bestellung bekommen – allerdings müsst Ihr dann ein halbes Lamm abnehmen. Das hat ein Gewicht von ca. 8 bis 12 kg. Aber keine Sorge, Herr Lohmann zerlegt Euch das Lamm fachmännisch und vakuumiert Euch die Fleischstücke, die Ihr dann, bis zur Verwendung, einfrieren könnt.

Selbst die Wolle der Schafe findet gewaschen und gekämmt ihre Abnehmer unter Frauen, die gerne Handarbeiten machen und sogar ihre eigene Wolle von den Schafen des Krusenhof spinnen.

Das wird für uns mal ein spannendes Blog-Projekt im nächsten Jahr! Ein halbes Lamm zerlegen und unterschiedliche Gerichte aus den einzelnen Fleischstücken zubereiten. Da könnten wir doch glatt mal eine kleine Beitragsserie machen. Denn wir hören es immer häufiger, dass Freunde und Bekannte ein halbes Schwein oder ein Viertel Rind oder Kalb aus nachhaltiger und/oder Bio-Aufzucht kaufen und dann nach und nach daraus leckere Gerichte kochen.

Auch Dayo, unsere Rhodesien Ridgeback-Hündin, hatte ihren Spaß. Sie lernte Leika, eine Schafspudel-Hündin, die auf Haus und Hof aufpasst, kennen. Bei der Hofbesichtigung durfte sich Dayo mit umschauen und überall schnüffeln. Sie lernte noch Felix, einen Ziegenbock, der ihr dann doch etwas unheimlich war, kennen.

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Ihr bekommt auf dem Krusenhof aber nicht nur Lammfleisch, Hähnchen und Hähnchenteile und zur Weihnachtszeit Gänse in Bio-Qualität, sondern auch Lamm-Mettwürste, Lamm-Pfefferbeißer, Lamm-Bratwürste und Geflügel-Bratwürste, die in Kooperation mit einem kleinen, handwerklich arbeitenden Metzger, den wir auch kennen, hergestellt werden.

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Eine Palette von Marmeladen rundet das Sortiment ab. Zur Zeit ist Pflaumenmarmelade verfeinert mit Rotwein, Sekt oder Bourbon-Vanille neben einer Tannenspitzen- und Löwenzahnmarmelade erhältlich. Wundert Euch nicht, dass auf den Etiketten Fruchtaufstrich oder Brotaufstrich steht. Nach einer dieser kuriosen Verordnungen darf sich ein Produkt offiziell nur noch Marmelade nennen, wenn es Zitrusfrüchte enthält – na, da lässt doch mal wieder der formaljuristische Verordnungsdschungel grüßen.

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Bei den Etiketten zeigt sich der umfassende Ansatz von Nachhaltigkeit: Ihr könnt sie ganz einfach von den Gläsern abziehen, ohne das Ihr mit irgendwelchen Kleberrückständen kämpfen müsst. So könnt Ihr die Twist-Off-Gläser weiter verwenden um z.B. selbst Marmelade – oh ich vergaß – natürlich Fruchtaufstrich, Chutneys oder Fond einzukochen. Sicher nur ein kleines Detail, aber das zeigt ein weiteres Mal, wie „detailverliebt“ – im positivsten Sinne – Johannes ist.

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Wenn Ihr vor Ort seid, solltet Ihr unbedingt Herrn Lohmann nach weiteren Spezialitäten fragen. Wir durften noch einen gut gereiften Lammschinken verkosten und Johannes erzählte uns, dass er einmal einen Heu-Gelee gekocht hat, der hervorragend mit einem Ziegenkäse harmonierte. Momentan denkt er über eine Gans-Bratwurst nach. Die Frage nach weiteren Köstlichkeiten lohnt sich auf jeden Fall!

Nach der Hofbesichtigung wurden wir auf eine Kaffee und eine delikate Schweizer Schokolade in die Wohnküche eingeladen. Uns schlug eine wohlige Wärme entgegen, die eigentlich nur von einem Holzfeuer herrühren konnte. Ich hatte mich nicht geirrt, denn in der Küche steht eine holzbefeuerte Kochmaschine, auf der auch tatsächlich gekocht wird – zuletzt ein Gulasch. In dem integrierten Backofen werden Brathähnchen zubereitet. Natürlich hat es sich unsere Dayo sofort auf Frauchens Jacke vor der Kochmaschine bequem gemacht und die Wärme genossen. Typisch Ridgeback! Sie lieben es einfach weich, warm und kuschelig.

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Voll neuer Eindrücke haben wir uns von Sybille und Johannes verabschiedet – aber nur kurzfristig, denn wir freuen uns bereits auf ein schönes Bio-Hähnchen, das aber noch bis Mitte Oktober wachsen muss. Die Hähnchenkeulen haben uns die Wartezeit verkürzt – sie haben hervorragend geschmeckt. Seid gespannt, was wir aus diesem tollen, naturnah aufgewachsenen Hähnchen demnächst zubereiten werden! Das Rezept gibt es natürlich hier bei uns auf dem Blog!

PS: Eine Weihnachtsgans konnten wir uns auch schon reservieren. Wenn wir Euch jetzt den Mund ein wenig wässerig machen konnten, dann sprecht doch Johannes Lohmann an!

PPS: Wenn Ihr weiter weg wohnt und Eure Weihnachtsgans nicht selbst abholen könnt, dann fragt Herrn Lohmann, ob er Euch nicht eine Gans per gekühlter Expressfracht zusenden würde. Das Ihr die Verpackungs- und Expressfrachtkosten übernehmen müsst, wird Euch klar sein – aber so teuer ist es auch wiederum nicht und es ist schließlich nur einmal im Jahr Weihnachten! Gönnt Euch und Euren Lieben diese Köstlichkeit. Natürlich gibt es rechtzeitig ein Rezept auf unserem Blog!

Kontaktdaten:

Krusenhof Etteln
Johannes Lohmann
An der Altenau 28
33178 Borchen-Etteln
Telefon: (05292) 3 63
Internet: www.krusenhof-etteln.de
EMail: bestellung@krusenhof-etteln.de

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