Das perfekte Pommes-Frites-Gewürzsalz zu den perfekten Pommes Frites, Bratkartoffeln und Kartoffel-Wedges

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Nun gut, jetzt haben wir die perfekten Pommes Frites, schön knusprige und gleichmäßig gebräunte Bratkartoffeln oder leckere Kartoffel-Wedges, die nun noch auf die Krönung mit einem feinen und ausgewogenen Gewürz warten. Und jetzt irgend so eine vorgefertigte Industrie-Gewürzmischung drauf kippen? Nein, das ist jedenfalls für das Pfeifhäschen und mich keine Lösung!

Entweder man geht den puristischen Weg und gibt einfach nur Meersalz darauf. Das bedarf dann aber einer absolut genialen Kartoffel mit dem absoluten Kartoffelgeschmack. Die kenne ich allerdings nur selbst angebaut aus dem Garten meiner Eltern. Kaufen konnte ich derartige Kartoffeln bisher noch nicht.
Warum ist das so? Alte Kartoffelsorten haben ein tolles Kartoffelaroma, sind aber für den wirtschaftlichen Ertragsanbau nicht so gut geeignet – zu geringe Erträge, zu kleine Kartoffeln und nicht ausreichend lagerfähig. Die für den Ertragsanbau gezüchteten Sorten sind quantitativ optimiert und mit enormer Lagerfähigkeit ausgestattet, haben dadurch jedoch leider an Geschmack eingebüsst. Auch die intensive Bewirtschaftung und der Einsatz von Kunstdüngern ist sicherlich nicht gerade geschmacksfördernd.

Um Kartoffeln, die wir auf dem Wochenmarkt kaufen können, geschmacklich aufzuwerten, bedarf es einer Gewürzmischung, die den natürlichen Kartoffelgeschmack unterstützt und fördert. Ich habe lange an einer passenden Gewürzmischung „gebastelt“ und diese immer wieder verfeinert und optimiert und bin nun zu dem perfekten Pommes-Frites-Gewürzsalz gekommen, das Ihr auch für Bratkartoffeln, Kartoffel-Wedges oder anderen Kartoffel-Gerichten verwenden könnt:

Zutaten:

80 g feines Meersalz
16 g edelsüßes Paprikapulver
3 g granulierte Zwiebel
2 g Puderzucker
2 g Selleriesalz
1,5 g granulierter Knoblauch
0,3 g Mazis (Muskatblüte)

Zubereitung:

(1) ca. 1 Teelöffel von der abgewogenen Menge des feinen Meersalzes in eine elektrische Kaffeemühle mit Schlagmahlwerk geben und die Muskatblüte hinzufügen. Das Salz mit der Muskatblüte zu einem feinen Pulver mahlen. Verwendet hier bitte keine Kaffeemühle mit Kegelmahlwerk, weil die Muskatblüte einen geringfügige harzig-klebrige Konsistenz hat und das Kegelmahlwerk verkleben und zusetzen würde.

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(2) Das restliche Meersalz in eine ausreichend große Schüssel geben und die gemahlene Muskatblüte-Salzmischung, das Selleriesalz und den Puderzucker hinzufügen. Alle diese Bestandteile der Gewürzmischung neigen dazu Klümpchen zu bilden. Mit einem Esslöffel oder einem Teelöffel sollten nun alle Klümpchen am Schüsselrand mit dem feinen Meersalz zerrieben werden. Insbesondere der Puderzucker ist hier relativ widerstandsfähig und Ihr müsst schon mit ca. 10 Minuten rechnen, bis Ihr alle Klümpchen zerrieben und eine homogene Mischung hergestellt habt. Das ist aber sehr wichtig, damit alle Bestandteile der Gewürzmischung gut verteilt ist, denn wer möchte schon eine „süße Fritte“ essen, weil ein Puderzuckerklümpchen daran haftet und sich dann auch noch auf der Zunge breit macht?!?

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Hinweis: Es gibt mittlerweile Puderzucker, der keine Klümpchen mehr bildet. Diesen Produkten sind jedoch Rieselhilfen, ähnlich wie bei den meisten industriellen Salzen. zugesetzt. Ihr müsst selber entscheiden, ob Ihr diesen Puderzucker in Eurer Gewürzmischung haben wollt oder nicht.

(3) Wenn die ersten Zutaten ein homogenes Gewürz ergeben, kann der edelsüße Paprika untergearbeitet werden. Auch hier müssen sich alle Klümpchen auflösen und wiederum eine homogene Mischung hergestellt werden. Das ist aber lange nicht so aufwendig wie im zweiten Arbeitsschritt.

(4) Das granulierte Zwiebelpulver und der granulierte Knoblauch lassen sich dann zum Abschluss relativ leicht unterarbeiten.

(5) Jetzt ist die Gewürzmischung zwar prinzipiell fertig und kann verwendet werden. Allerdings sind noch sehr deutlich die weißen Salzkristalle in der Mischung zu sehen. Nach ca. einer Woche nehme die Salzkristalle allerdings die roten Farbpigmente des edelsüßen Paprikas an und das Gewürzsalz hat eine homogene Färbung. Wenn Ihr innerhalb dieser Woche das Gewürz ein- bis zweimal täglich durchschüttelt, könnt Ihr diesen Einfärbungsprozess noch fördern.

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Tipps:

Würzt die Pommes Frites, die Bratkartoffeln oder Kartoffel-Wedges nach und nach und wendet sie, bevor Ihr weiteres Gewürz hinzufügt. Zwischendurch verkosten und ggf. nachwürzen. Ihr könnt ja bei Tisch ein kleines Schälchen mit dem Gewürz bereitstellen, so dass jeder nach individuellem Geschmack nachwürzen kann.

Die Gewürzmenge reicht für viele Gerichte und sollte luftdicht verschlossen und dunkel aufbewahrt werden. Ich verwende für die Aufbewahrung luftdichte Kunststoff-Dosen der Serie Clip & Close des Herstellers Emsa und bewahre sie im Schrank auf. Ihr könnt genauso gut auch ein Glas mit Twist-Off-Deckel verwenden. Wichtig ist nur das, das Gewürz dunkel (also im Schrank) und luftdicht gelagert wird.

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